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Fanfinale 09

Am Donnerstag (28.5.) um 17.00 Uhr sollte es eigentlich losgehen in Richtung Berlin. Alles war gepackt und vorbereitet nur die Fahrerin des 2 Bullis ließ etwas auf sich warten. Als Anke dann um die Ecke bog konnten die 8 Jungs und 3 Mädels starten (Tobias und Steffen sind erst am Freitag um 8.00 Uhr nachgekommen).
Der erste Abend in der "Zeltburg" verlief feuchtfröhlich und es wurde, vor allem mit den Auern und den 60gern das ein oder andere Liedchen zum Bier angestimmt, was zu einem kollektiven Schlafmangel führte. Dieser wirkte sich nur unmittelbar nach dem Aufstehen am Freitagmorgen auf die Motivation der Spieler aus. Nach einem Kaffee und etwas labbrigen Brötchen kamen alle mehr oder minder in Schwung. Der "Teammanager" der Jungen konnte mit der Katze von Helmstedt (Schombi) im Tor, Nic, Miles und Arthur in der Defensive, den Mittelfeldmotoren Lukas und Philip (Klein-Ossi) sowie im Angriff mit Robin und dem Sturmtalent aus Vorsfelde Steffen (Flasche) eine recht passable Truppe auf die Beine stellen. Das einzige aktive Mädchen aus Wolfsburg (Anna- Lena) spielte in einer Mixtruppe aus 4 Mädels von 1860 München und einer Duisburgerin sowie Teilzeitleihgaben von der Bremer Mädelsmannschaft.
Die Vorrunde der Jungen verlief mit einem Sieg (Bochum) und zwei Niederlagen (Hannover, Hamburg) mäßig erfolgreich. Da Alle glaubten mit dieser Leistung bereits ausgeschieden zu sein, duschten sich die ersten schon, so dass in den 2 weiteren Platzierungsspielen Tobias (Fanprojekt Mitarbeiter) und Carmen (Mädchenteam 1860) mit aushelfen mussten. Im alles entscheidenden Spiel um Platz 15 traf man erneut auf Bochum und konnte diese bezwingen. Sieger bei Jungen wurde das Team aus Hannover (4:0 gegen Mainz). Auch das Mixed- Mädelsteam konnte mit einigen Siegen in der Vorrunde durchaus für aufsehen sorgen. Leider reichte es auch hier nicht für ganz oben.
Nachdem auch das letzte Spiel (Fanprojektler gegen eine Studentenauswahl) gelaufen war, sind wir am Freitagabend zurück nach Wolfsburg gefahren und konnten so leider das DFB- Pokalfinale nicht ansehen. Vielleicht klappts ja im nächsten Jahr.
*Tobias*

   

 

   
   
 










FBZ Grille (Gifhorn) zu

Besuch im Fanprojekt

Am Dienstag waren 12 Mädchen und Jungen im Rahmen des Ferienprogramm des FBZ Grille (Gifhorn) zu Besuch im Fanprojekt. Zunächst stand eine Stadionführung auf dem Programm. Hier wurde den Jugendlichen ein Einblick hinter die Kulissen der kleinen und großen Geheimnisse eines Bundesligaspieltags gewährt. Besonders beindruckend waren, neben einer Begegnung mit Wölfi, die Spielerkabinen und die teuren VIP-Logen. Im Anschluß gab es dann eine Stärkung (Pizza) im Nordkurvensaal, bevor dann einige Kinder die Möglichkeit hatten eine andere Perspektive auf die Arena zu bekommen. Sie durften, dank der sommerlichen Temperaturen, als erste in diesem Jahr die Riesenleiter erklimmen. Für alle war dies das Highlight des Tages, so dass der nächste Termin im Sommer schon gebucht ist.

Hier gehts zu den Fotos

   

 

   
   
 


















Zukunftswerkstatt -
"Abbau von Feindbildern - Polizei/Fans"

Im Juni 2009 fand in Karlsruhe eine Zukunftswerkstatt zum Thema "Abbau von Feindbildern zwischen Fußballfans und Polizei" statt. Für diese erste Veranstaltung wurden neben Fußballfans, Fanprojektler und Polizisten aus dem Fußballumfeld (SKBs, Einsatzleiter, Bereitschaft etc.) aus Deutschland, auch französische Vertreter von der Daniel-Nivel- Stiftung eingeladen.

Vom 08.-10.01.2010 fand nun eine solche Zukunftswerkstatt auch für das Land Niedersachsen statt. Aus Wolfsburg folgten vier Vertreter aus verschiedenen Fangruppen sowie Michael Schrader (Fanbeauftragter des VfL) und Tobias Grunwald (Fanprojekt Wolfsburg) der Einladung des Innenministeriums. Ebenso waren Fan- und Polizeivertretern aus Braunschweig, Osnabrück und Hannover, Emden, Meppen, und Oldenburg vor Ort.. Insgesamt nahmen ungefähr 45 Personen an der diesjährigen Veranstaltung teil, die von Fanforscher Gunter Pilz von der Leibniz Universität Hannover geleitet wurde.

Nach einigen einführenden Worten des Innenministers Uwe Schünemann und Prof. Gunter Pilz, folgten als Einstieg in die Thematik zwei Impulsreferate. Zunächst schilderte der ehemalige Einsatzleiter aus Hannover die Sicht der Polizei auf das Fanverhalten. Dem gegenüber stellte ein Mitglied der OFI (Oldenburger Faninitiative) die Position der Fans dar. Abschließend wurden die 3 Arbeitsgruppen für den folgenden Tag festgelegt und der Abend bei lockeren Gesprächen und einem guten Essen ausklingen gelassen.

Am Samstag traf man sich in den Arbeitsgruppen. Kritikpunkte am Verhalten der beiden Parteien wurden formuliert, strukturiert und bearbeitet. Zum Ende der Arbeitsgruppenphase wurde versucht die gegenteiligen Positionen zu konstruktiven Handlungsoptionen zu wandeln. Besonders positiv wurde die Arbeitsatmosphäre empfunden. Es gelang den Teilnehmern, sowohl in der großen Gruppe als auch in den Kleingruppen respektvoll miteinander zuarbeiten. Am Ende des Tages beim Abendessen merkte man an allen Tischen eine entspannte Atmosphäre und die Differenzen zwischen der Polizei und den Fans verschwammen immer mehr.

Am Sonntag gab es allenthalben positive Rückmeldungen und es konnten mit Sicherheit einige Vorurteile abgebaut werden. Das Ziel der Zukunftswerkstatt war es Feindbilder abzubauen. Sicher ist eine solche Wochenendveranstaltung nicht dazu geeignet alle Vorurteile und Positionen aufzulösen , aber sicher trägt sie dazu bei erste Schritte in diese Richtung zu gehen und auf beiden Seiten ein gewisses Verständnis zu entwickeln.

   

 

   
   
 


















Fachtag Hannover
"Kommunikation schafft Sicherheit"- (25 Jahre FP Hannover)

Am 15.04.2010 besuchten wir den Fachtag "Kommunikation schafft Sicherheit" in der AWD Arena anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Fanprojekts Hannover.
Bei dieser Diskussionsveranstaltung sollten Lösungsansätze zur Gewalt im Fußballkontext mittels Kommunikation zwischen Polizei, Ultras und Fanprojekten gefunden und diskutiert werden. Vertreten waren etwa 100 Fachleute, hauptsächlich Sozialarbeiter deutscher Fanprojekte. Desweiteren waren hochrangige Polizeibeamte anwesend, die in diversen Funktionen Einsätze bei Sportevents koordinieren oder in anderer Weise an der Verhinderung von Ausschreitungen beteiligt sind.
Mit Begrüßungsworten des Sozialdezernenten Hannovers, Thomas Walter , der die Fanprojekte als "neutrale Mitte" zwischen den "uniformierten" Parteien Ultras und Polizei bezeichnete, begann die Tagung. Walter kritisiert, dass das Verhältnis zwischen Polizei und Ultras zu anonym sei. Sowohl Ultras als auch Einsatzkräfte der Polizei "anonymisieren" sich durch Einheitskleidung und Vermummungen, was beiden Parteien die "Erkennung des Individuums" erschwere. Auch Prof. Dr. Gunter Pilz von der Leibniz Universität Hannover, der als "Ultrá-Forscher" in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Hannover fungiert, leitete den Fachtag mit konstruktiver Kritik an der Zusammenarbeit zwischen Fans, Fanprojekten und Polizei ein. Pilz kritisiert das Teils "stark distanzierte" Verhältnis zwischen beiden Parteien.
Er schlägt vor, dass Prävention statt Repression als Konzept genutzt wird und fordert Gleichberechtigung zwischen Fans und Polizei, da diese für eine Kommunikation zwischen Fans und Polizei "unabdingbar" sei. Dass die Schuld nicht nur bei den Ultras liege, betont auch Prof. Dr. Thomas Feltes, der einen Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum besetzt. Man müsse einsehen, dass Gewalt und Rivalität immer Facetten der Ultrábewegung waren "und nie komplett einzudämmen seien". Jedoch sei die Zahl der Straftaten im Fußballkontext in den vergangenen Jahren gesunken, was Statistiken belegen. Hierzu kritisiert Feltes auch die Medien stark, deren Fokus scheinbar nicht mehr "auf die erste- und zweite- , sondern vielmehr auf die Dritte Halbzeit, an der auch die Polizei mitwirke " gerückt sei.
Mögliche Gründe von Polizeigewalt sind Autoritätsbedrohung, Jagdinstinkt, Gruppendruck, das "nicht verlieren können", der Beschützerinstinkt und die Angst vor Eskalation, so Feltes.
Im Zweiten Teil der Veranstaltung wurde allen Zuhörern das "Modell Hannover" vorgestellt. Das Modell Hannover sieht vor, dass bei jedem Heimspiel "Konfliktmanager" zur Deeskalation eingesetzt werden, die den mitgereisten Gästefans die Möglichkeit bieten, sich ohne Begleitung einer "Polizeihundertschaft" frei in der Stadt zu bewegen. Dieses Modell, so Michael Schütte (ehemaliger Einsatzleiter der Polizei und Initiator des "Modell Hannover") schafft Freiheit, deren Entzug die Ultras stark kritisieren. Diese Erkenntnisse bezögen sich auch auf Erkenntnisse der Fanprojekte. Grundlage der Arbeit eines Konfliktmanagers sei die "systematische Auseinandersetzung mit Ursachen und Bedingungen von Gewalt mit dem Ziel der Gewaltvermeidung und -reduktion". Laut Statistiken und Rückmeldungen sei dieses System ein gelungener Fortschritt, auch weil die Konfliktmanager sowohl auf der Straße als auch im Stadion jederzeit Dialogmöglichkeiten böten. Essentiell sei es daher, dass Feindbilder nicht gefestigt, sondern abgebaut werden.
Anschließend wurden alle Anwesenden in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt. Polizisten (Einsatzleitung, SKBs, FKBs), Fanprojektler, Fanbeauftragte, Politiker, Angestellte der Stadt Hannover, KOS, ZIS, Professoren und Vertreter der Presse fachsimpelten über die Möglichkeiten einer Übertragung auf andere Städte und deren Fußballszenen.
***Malte und Kevin***

   

 

   
   
 


















N@twork auf der Riesenleiter

Am 23. April fanden sich 9 kletterfreudige TeilnehmerInnen zwischen 17 und 23 Jahren an der Riesenleiter des Fanprojekts ein. Die Sozialarbeiterin Silvia Reisig-Drill, begleitete die TeilnehmerInnen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßname der n@twork QualifizierungsGmbH und wurde direkt als Co-Trainerin eingebunden.
Nach einem Gesundheitscheck und einer Einführung in die Materialkunde ging es hoch hinaus. Schnell wurde den TeilnehmerInnen klar, dass gewisse Hürden nur gemeinsam und im Team gemeistert werden können.
Klettern fordert und fördert. Wer einen genaueren Eindruck des Tages erhalten möchte, sollte sich einfach die aussagekräftigen Bilder des Tages ansehen.
-> Hier gehts zu den Fotos

   

 

   
   
 










"Zukunftstag 2010"
im Fanprojekt Wolfsburg

Im Rahmen des "Zukunftstages 2010" (vorher als "Girls-Day" bekannt), der dieses Jahr sein zehn jähriges Jubiläum feiert, fanden sich um 9.00 Uhr morgens 14 Jungen und Mädchen im Fanprojekt ein.
Nach einem informativen Vortrag von Anke Thies und Tobias Grunwald über die Arbeit des Fanprojektes besuchte die Gruppe die Geschäftsstelle des VfL Wolfsburg und sah sich das Stadion aus der Spielerperspektive an. Anschließend besuchten die jungen Gäste den Fansaal im Fanhaus. Dort berichtete Nico Karasch , Mitarbeiter der VfL-Marketing- Abteilung, über sein Arbeitsfeld. Nach seinem Vortrag konnten die Kinder kreativ werden und gestalteten Spieltagsplakate für die kommende Heimpartie SG Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg. Das beste Exemplar wird im Fanshop präsentiert.
Nach einem Einblick in die Arbeit des Fanbeauftragten, Holger Ballwanz ging es zurück ins Fanprojekt . Hier hielten die Kinder ihre gewonnenen Eindrücke des Tages auf Leinwänden fest, in dem sie mit viel Farbe und Phantasie drei kleine Kunstwerke gestalteten, die jetzt die Räume des Fanprojekts verschönern.
Mit Kickern, Billard und kühlen Getränken ging der Besuch um 13.00 Uhr zu Ende. Wir hoffen es hat Allen Spaß gemacht und hoffen den einen oder anderen bei einem unserer Angebote wieder zu sehen.
*** Malte***

   

 

   
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